Vordernberg, 6. Oktober 2018: Mit einer spektakulären Abseil-Aktion haben wir die Personenrettung vom 50 m hohen Windkraftwerk am Präbichl trainiert. Zuvor gab’s eine Auffrischung der Erste Hlfe- Kenntnisse.

Am ersten Oktoberwochenende trafen sich acht Bergretter unserer Ortsstelle, um die Personen-Rettung vom 50 m hohen Windrad am Präbichl-Pass zu üben. Sollte ein Mensch in der Technik-Kanzel zu Schaden kommen, muss er so schnell wie möglich nach unten auf den sicheren Boden gebracht werden.
Da eine Rettung mit Hubschrauber kaum möglich ist, bleibt nur der Weg über das Seil. Bei solchen Einsätzen hat sich in der steirischen Bergrettung das Dyneema- System bewährt: Zwei parallel laufende Kunststoff-Seile, an denen ein Bergretter zusammen mit dem Verletzen abgelassen wird. Dieses zertifizierte System bietet viele Vorzüge: Redundante Sicherung, hohe Stabilität und geringes Gewicht. Der Aufbau ist aber komplex. Deshalb muss der Umgang ständig trainiert werden, damit im Ernstfall alles schnell geht und niemand zu Schaden kommt.

Am Windkraftwerk wurde eine Kapper-Bergung geübt: Eine verletzte Person hängt am Seil unter der Kanzel. Ein Bergretter wird von oben mit Dyneema-Seilen abgelassen, nimmt den Verletzten auf und schneidet ihn vom Seil. Anschließend werden beide zusammen bis zum Boden abgelassen.

Aber nicht nur die technische Rettung, sondern auch die medizinische Erstversorgung eines Schwerverletzten muss ein Bergretter beherrschen. Deshalb wurden im Rahmen der Übung auch die Kenntnisse in Erster Hilfe aufgefrischt und auf den neuesten Stand gebracht.

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